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  Hans Trappen Ökonomie im Unterricht e.V.



"Zweck der Stiftung ist es, das Verständnis von Schülerinnen, Schülern und anderen Jugendlichen für wirtschaftliche Zusammenhänge ideologiefrei zu vermitteln und zu fördern sowie das Bewußtsein für Wirtschaftsethik zu schärfen."


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Hans Trappen

Hans Trappen entstammt einer Industriellen-Familie. Großvater und Vater haben maßgeblich beim Aufbau der Industrialisierung in Mitteleuropa im 19. Jahrhundert mitgewirkt.

 

Der Großvater, Dipl.-Ing. Alfred Trappen, war als herausragender Fachmann im Ruhrgebiet anerkannt. Für die Firma Kamp, einen Gusseisenbetrieb in Wetter, hat er 60 Jahre gearbeitet, davon jahrzehntelang als Geschäftsführer. Außerdem war er Aufsichtsratsmitglied namhafter Aktiengesellschaften des Ruhrgebietes. Sein Vater, Dipl.-Ing. Walter Trappen, war erster Generaldirektor der Skoda-Werke in Pilsen und Mitbegründer einiger Aktiengesellschaften.

 

Familie TrappenHans Trappen wurde 1908 in Pilsen geboren. Die Familie siedelte im gleichen Jahr nach Bad Honnef über. Hier legte er 1929 am Siebengebirgsgymnasium in Bad Honnef sein Abitur ab. Da die Familie ihr Vermögen in der ersten Weltwirtschaftskrise verloren hatte, konnte er nicht studieren. Er absolvierte eine kaufmännische Lehre und avancierte anschließend zum Handelsvertreter und zum Repräsentanten der Stahlindustrie des Ruhrgebietes in Norddeutschland als Zulieferer der Großreedereien. Nach dem Zweiten Weltkrieg vertrat er als Vertriebsbeauftragter stahl- und gusserzeugende Firmen wie Krupp, Thyssen, Mannesmann, Edelstahl Witten u.a.

 

Hans Trappen in der JugendSein Interesse galt während seines ganzen Lebens den Abläufen in Industrie und Wirtschaft, für die er auch arbeitete. Er war stets bestens über sämtliche Geschehnisse im Wirtschaftsleben informiert und verwaltete mit Geschick sein eigenes, selbst aufgebautes Aktiendepot.

Hans Trappen war verheiratet mit Frau Ursula Theophilé. Aus der Ehe sind keine Kinder hervorgegangen. Vielen Bad Honnefer Bürgern ist Hans Trappen als Gärtner in seinem Garten bekannt gewesen. Dessen Pflege und Erhaltung im Gestaltungsbild des 19. Jahrhunderts war der andere Teil seines Lebens.

    

Hans Trappen ist am 28. Februar 2001 verstorben. Testamentarisch hatte er zuvor verfügt, dass mit einem wesentlichen Teil seines Nachlasses eine nichtrechtsfähige Stiftung in der Verwaltung des Stifterverbandes für die Deutsche Wissenschaft, Essen errichtet wird.

 

 Hans Trappen im Alter

Da er glaubte, dass das Verständnis für wirtschaftliche Vorgänge, z. B. für Marktwirtschaft, industrielle Strukturen oder Wertpapierfunktionen im Schulbereich nicht hinreichend vermittelt wird, hat er ausdrücklich mit der Stiftungsgründung den Förderzweck auf den Bildungs- und Erziehungsbereich eingegrenzt. Aufgabe der Stiftung sei es – so die Formulierung in der Satzung – , das Verständnis von Schülerinnen, Schülern und anderen Jugendlichen für wirtschaftliche Zusammenhänge ideologiefrei zu vermitteln und zu fördern, sowie das Bewusstsein für Wirtschaftsethik zu schärfen. Auch wenn grundsätzlich alle jungen Menschen in diese Zielsetzung einbezogen sind, so galt doch sein besonderes Förderinteresse dem Siebengebirgsgymnasium in Bad Honnef, an dem er sein Abitur gemacht hat.

 

Zum Download hier die Festschrift anlässlich des
2. Hans-Trappen-Forums (PDF, 700kB).